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Kenngrößen der IT-Verkabelung

Auswahlkriterien für Komponenten einer Netzwerkverkabelung

Viel hilft viel?

So manche IT-Verkabelung wird aus Einzelkomponenten verschiedener Hersteller zusammengestellt. Nach dem Prinzip „viel hilft viel“ wählen Anwender, Planer und Facherrichter dabei Komponenten mit besonders hohen Einzelwerten aus. Doch statt der erhofften leistungsfähigen Infrastruktur erhalten sie mit solchen Mix&Match-Lösungen oftmals schlechtere Ergebnisse als mit einer Verkabelung, die aus aufeinander abgestimmten Systemkomponenten einer Produktreihe mit weniger spektakulären Einzelwerten besteht. Das überrascht nicht, wenn man kritisch hinterfragt, was die einzelnen Werte bedeuten.

In keiner Diskussion über IT-Verkabelungen fehlen Maximalfrequenz und nvp-Wert. Unterstützt von findigen Marketing-Abteilungen einzelner Hersteller nehmen die Datenblätter einzelner Komponenten bisweilen fast inflationäre Werte an. Anwender, Installateure und Planer lieben das Gefühl von Sicherheit, das große Reserven gegenüber den Normwerten suggerieren. Investitionsschutz und Zukunftssicherheit durch die vermeintlich längere Nutzungsdauer werden gerne als Argumente genannt.

Tatsächlich sind die Werte, die in den einschlägigen Normen spezifiziert sind, nur Mindestanforderungen, auf die man sich nach langen Diskussionen geeinigt hat. Produktlösungen mit entsprechenden Reserven gegenüber diesen Werten funktionieren nicht nur im geschützten Labor zuverlässig, sondern auch unter rauen Praxisbedingungen.

Dennoch kommt es in der Praxis häufig vor, dass Einzelkomponenten mit hervorragenden technischen Werten und enormen Reserven in ihrem Zusammenspiel ein enttäuschendes Ergebnis liefern.

Der Grund dafür ist so einfach wie naheliegend: Die Komponenten sind nicht aufeinander abgestimmt. Meist gehören sie unterschiedlichen Produktlinien an, nicht selten stammen sie sogar von verschiedenen Herstellern. Ist eine Komponente am oberen Ende des zulässigen Toleranzbereichs angesiedelt, die der anderen am unteren, können übertragungstechnische Probleme entstehen, und das, obwohl jede Komponente für sich betrachtet über bedeutende Reserven verfügt.

Es lohnt sich daher genauer zu hinterfragen, was physikalisch hinter den einzelnen Werten steckt.

Die Kenngrößen

Maximalfrequenz - die Überstrapazierte

nvp - der Vielzitierte

Return loss - der oft Vernachlässigte

Abgestimmte Systeme bieten Sicherheit

Qualität ist für leistungsfähige IT-Verkabelungen unabdingbar. Dazu gehört, dass die eingesetzten Komponenten über entsprechende Reserven zu den in den einschlägigen Normen definierten Mindestwerten verfügen. Doch nicht Einzelkomponenten mit möglichst hohen Werten entscheiden letztendlich über Qualität und Leistungsfähigkeit einer Infrastruktur, sondern deren Zusammenspiel.

Aufeinander abgestimmte Komponenten bieten dabei eindeutig Vorteile gegenüber einer wilden Mix&Match-Verkabelung. Dies wird durch entsprechende Systemgarantien, die bis zu 25 Jahre gelten, untermauert.

Modernste Messtechnik im Telegärtner Labor stellt Produktqualität sicher.