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09. Juni 2016 | Drahtex AG

Glasfasertechnik von DRAHTEX im Gotthard-Basistunnel

Am 1. Juni 2016, 17 Jahre nach der ersten Sprengung im Hauptstollen, wurde der längste Eisenbahn-Tunnel der Welt offiziell eröffnet. Die Schweiz hatte Grund zum Feiern. In- und ausländische Ehrengäste, darunter auch Angela Merkel, ließen sich diesen Anlass nicht entgehen und die ganze Bevölkerung wurde zu einem unvergesslichen Volksfest eingeladen. Das Highlight waren sicher die ersten Fahrten durch den 57 Kilometer langen Tunnel mit dem Gotthardshuttle mit einer Geschwindigkeit von bis zu 200 km/h.
Die Telegärtner-Tochter DRAHTEX war bei diesem gigantischen Projekt über die Transtec Gotthard, (Generalunternehmerin des Tunnel- und Technikausbaus) für die Lieferung der Glasfaserinfrastruktur, der Festinstallation und der Baustellenkommunikation zuständig.

Warum Glasfaser im Gotthard Basistunnel?

Im einflussreichen, elektromagnetischen Bahntechnikumfeld sind störungsfreie Verbindungen nötig. Die Vorteile der Glasfasertechnologie sind unbestritten. Es gibt keine Probleme mit Leitungslängen. Glasfaser-Kabel sind bei vergleichbarer Übertragungskapazität deutlich dünner und leichter. Ein weiterer großer Vorteil der Blow Fiber Technologie liegt beim optimalen Kosten-Nutzen-Verhältnis. So kann die Installation jederzeit ohne große bauliche Maßnahmen dem aktuellen Bedarf angepasst werden. Bei der eingesetzten Blow-Fiber-Technologie können die bestehenden Fasern ganz einfach ausgeblasen und neue Fasern eingeblasen werden. Somit ist eine einfache Erweiterbarkeit jederzeit gewährleistet. Der Einbau von ungenutzten Faserreserven entfällt. Im Gotthard Basistunnel wurden Glasfaserstrecken bis zu 4 Km eingeblasen. Dies ist rekordverdächtig.

Die DRAHTEX-Lösung im Überblick:
3.100 km Faserbündel für die Feinverteilung
75.000 km Faserlänge für Fiberoptik
1.445 Muffen
6.000 km Microtubes
3.000 Endausrüstungskomponenten der Fibertechnik
1.100 Fiber Optic Moduleinschub 12x E2000 APC
440 KEV (Kabelendverschlüsse)

Fazit

Das Gotthard-Bauprojekt war auch für DRAHTEX eine grosse Herausforderung. Eigens für dieses Projekt wurden Produkte wie z. B. Muffen und KEV (Kabelendverschlüsse) entwickelt. Dies ist eine Spezialität von DRAHTEX . Produkte, die flexibel auf die jeweiligen Bedürfnisse angepasst oder entwickelt werden. Auch waren immer wieder Mitarbeiter von DRAHTEX vor Ort um die Mitarbeiter, die die Fasern einblasen zu schulen und um sich vor Ort ein Bild über die Fortschritte der Einbauarbeiten zu machen. Auch auf diesen bis zu 4 Km langen Strecken hat die Einblasung der Faserbündel einwandfrei funktioniert. Dies ist wohl der beste Beweis für diese Technik, dass sie auch auf solchen extremen Distanzen funktioniert.

 Weitere Details zu diesem Projekt auf der DRAHTEX Homepage.

Impressionen aus 17 Jahren Bauzeit in einem Film der Alp Transit Gotthard AG