Koaxiale Steckverbinder | Produkte

17. Oktober 2014

Der Unterschied liegt im Detail

Telegärtner Jumperkabel werden seit über 20 Jahren unter Verwendung von Qualitätssteckverbindern aus Deutschland in Großbritannien und der Slowakei gefertigt.  Im Laufe dieser Zeit haben wir ein umfangreiches  Fachwissen in Design und Fertigung aufgebaut, um zuverlässig  hervorragende HF-Eigenschaften garantieren zu können.  Denn obwohl die Kabel oberflächlich gesehen einfach konstruiert sind, stellt man bei genauerer Betrachtung fest, dass wesentlich mehr dahinter steckt. 

Kabeltypen

Das gängigste Jumperkabel ist das 1/2“ Superflex. In der nachstehenden Tabelle finden Sie einen Vergleich mit anderen üblichen Kabelstärken:

  1/2" Feeder 1/2" Superflex 3/8" Superflex 1/4" Superflex
Min. Biegeradius 125 mm 32 mm 25 mm 25 mm
Wellung Außenleiter ringförmig wendelförmig wendelförmig wendelförmig
Dämpfung bei:
 900 MHz  6,8 dB/100 m 10,2 dB/100 m 13,3 dB/100 m 18,4 dB/100 m
1800 MHz  9,91 dB/100 m 14,9 dB/100 m 19,4 dB/100 m 26,9 dB/100 m
2200 MHz 11,1 dB/100 m 16,7 dB/100 m 21,7 dB/100 m 30,1 dB/100 m
2700 MHz 12,4 dB/100 m 18,8 dB/100 m 24,3 dB/100 m 33,7 dB/100 m
         
Durchmesser 16 mm 13,5 mm 10,1 mm 7,4 mm

Wie der Tabelle zu entnehmen ist, erfüllt das 1/2” Superflex einen guten Mittelwert der elektrischen und mechanischen Eigenschaften. Benötigt ein Kunde ein Kabel  mit möglichst geringer Dämpfung, ist das 1/2” Feeder die beste Wahl.  Mit abnehmendem Kabeldurchmesser verringert sich auch der Mindestbiegeradius, was viel größere Flexibilität bedeutet.  Gleichzeitig nimmt jedoch die Dämpfung zu, sodass es von der Anwendung abhängt, welches Kabel am besten geeignet ist.  So werden beispielsweise in einer Base Transceiver Station (BTS), wo Flexibilität von größter Bedeutung ist, Kabel mit einer Stärke von 1/4” und 3/8” bevorzugt.  Für Antennenanwendungen wird im Allgemeinen ein Kabel mit einer Stärke von 1/2” verwendet, entweder ein 1/2” Standardkabel für größere Längen, bei denen eher der Signalverlust ein Problem darstellt, oder ein 1/2” Superflex für kürzere Übertragungslängen.

Unterschiede im Kabelaufbau

Es gibt zwei Hauptgruppen innerhalb dieser Produktreihe, deren Unterschied vor allem in der Wellung liegt. Superflex Kabel verfügen über eine spiralförmige Wellung, Standardkabel dagegen über eine ringförmige.  Wendelförmige Wellungen verbessern die Flexibilität des Kabels, wirken sich jedoch nachteilig auf die elektrischen Übertragungseigenschaften hinsichtlich Einfügedämpfung  aus.  Eine ringförmige Außenleiterwellung wurde entwickelt, um bessere elektrische Eigenschaften zu erreichen, jedoch büßt man hier an Flexibilität ein.  

spiralförmig.jpg     ringförmig.jpg

Superflex Kabel mit                                 Standardkabel mit
wendelförmiger Wellung                           ringförmiger Wellung

Verwendete Materialien

Bei dem für den Außenleiter des Kabels verwendeten Standardmaterial handelt es sich um Kupfer, während der Innenleiter üblicherweise aus kupferbeschichtetem Aluminium besteht.  Obwohl Kupfer die besten Übertragungseigenschaften bietet, kann hier der Rohstoffpreis doch stark schwanken. Um eine kostengünstige Alternative bieten zu können, wird jetzt von einigen Herstellern für den Außenleiter Aluminium anstelle von Kupfer angeboten.  Abgesehen von der schlechteren elektrischen Leistung, kann die Aluminiumausführung leichter beschädigt werden und hat eine geringere Langzeitstabilität. Dieses Risiko muss gegen die Kostenersparnis abgewogen werden. Telegärtner hat schon immer Kabel mit Kupferwellung für seine Jumperkabel verwendet.

Steckverbindertypen

Für Jumperkabel stehen jetzt drei verschiedene Steckverbindertypen zur Verfügung: die Serien  7-16, N und 4.3-10.  Die Unterschiede zwischen diesen Steckern werden in der nachstehenden Tabelle deutlich.

Technische Daten  
Serie  N 4.3-10 7-16
Nennimpedanz 50 Ω 50 Ω 50 Ω
Frequenz (Standard) 11 GHz 6 GHz 7,5 GHz
Grenzfrequenz 19 GHz 13 GHz 8,3 GHz
Intermodulation (IM3) 2 x 20 W Typ. -155 dBc Typ. -166 dBc Typ. -165 dBc
Arbeitsspannung auf Meereshöhe 1,4 kV 1,8 kV 2,7 kV
Leistung

450 W bei 1 GHz

300 W bei 2 GHz

700 W bei 1 GHz

500 W bei 2 GHz

1.200 W bei 1 GHz

850 W bei 2 GHz

Außenleiterkontakt

Stirnkontakt

Radialkontakt

Stirnkontakt

Kupplungmechanismus

Screw

Screw, Push-Pull, Hand Screw

Screw

Kupplungsdrehmoment

3,0 Nm

5 Nm (Screw Typ)

30 Nm

Flanschstärke

1" (25,4 mm)

1" (25,4 mm)

1,26" (32 mm)

7-16-Steckverbinder sind besonders in Europa aufgrund der guten Übertragungseigenschaften im Hinblick auf passive Intermodulation (PIM) und Rückflussdämpfung am weitesten verbreitet.  Andererseits ist die N-Serie in den USA populär und wird häufiger dort eingesetzt, wo der zur Verfügung stehende Platz beschränkt ist. 
Dieses Anwendungsprofil könnte sich durch den Steckverbinder 4.3-10 ändern, da dieser über die gleiche Anschlussfläche wie der N-Steckverbinder sowie über die gleichen, wenn nicht sogar besseren, elektrischen Parameter im Vergleich zu 7-16 verfügt.

Anwendungsbereiche

Bei einer herkömmlichen Zuleitung werden Jumperkabel aufgrund ihrer Flexibilität oben und unten an der Leitung verwendet, um das Feeder-Kabel an die Antenne und die Basisstation anzuschließen.  Während der letzten Jahre hat sich die Technik weiterentwickelt und Remote Radio Heads (RRH) werden immer häufiger vor Ort eingesetzt. Dabei wird ein Glasfaserkabel  am Mast bis zum RRH verwendet.  Von dort aus wird noch immer ein Jumperkabel für die letzte Strecke verwendet, um das HF-Signal zur Antenne zu leiten.