Koaxiale Steckverbinder | Produkte

12. Juli 2018

Koaxiales Low-Loss-Kabel für Gebäude mit sehr hohen Sicherheitsanforderungen


Das koaxiale Kabel „Low Loss 400 Rail FR LSZH“ wurde nach der Bauproduktenverordnung in die Klasse B2ca-s1a,d1,a1 eingeordnet. Ursprünglich war das Kabel prädestiniert für den Einsatz in Zügen, da es zum Beispiel die Bahn-Norm NFF 16101 erfüllt. Mit der neuen Brennbarkeitsklasse nach der Bauproduktenverordnung kann dieses Kabel in Abhängigkeit von Vorgaben zu Brandklassen und weiteren Anforderungen nun auch beispielsweise in Krankenhäusern, Altersheimen und Tunneln verwendet werden. Sie erhalten das Kabel bei Telegärtner als 100 m Ring oder als Trommel mit ca. 500 m.

Betroffen von der Bauproduktenverordnung sind Kabel, die in EU-Mitgliedsstaaten dauerhaft in Gebäuden oder unterirdisch verbaut werden (“Installationskabel”). Ziel der Verordnung ist, die verfügbare Zeit für die Evakuierung von Personen aus Gebäuden im Brandfall zu verlängern und mit der neuen Verordnung einen europaweiten Standard zu setzen. Dies soll mithilfe von flammenhemmenden, raucharmen und giftfreien Kabeln erreicht werden.

Dabei werden für Gebäude mit unterschiedlichen Sicherheitsanforderungen unterschiedliche Brennbarkeitsklassen empfohlen oder von Planern vorgeschrieben. Gebäude mit geringen Sicherheitsanforderungen sind zum Beispiel freistehende Gebäude unter 7 m Höhe oder landwirtschaftlich genutzte Gebäude (empfohlene Brennbarkeitsklasse Eca). Mittlere Sicherheitsanforderungen werden Schulen, Freizeitparks oder Turnhallen zugeschrieben (Dca). Hohe Sicherheitsanforderungen betreffen Kaufhäuser, Konzerthallen oder Wolkenkratzer (Cca). Für Krankenhäuser, Altersheime oder Tunnel werden tendenziell Brennbarkeitsklassen für sehr hohe Sicherheitsanforderungen empfohlen (B2ca).

Lesen Sie auch unser Themenspecial für weitere Informationen zur Europäischen Bauproduktenverordnung.