Know-how

13. Mai 2015

COAX

Telegärtner RET Kabel

Wofür ein Remote Electrical Tilt System?

Warum ein RET System?

Aufgrund der stetig wachsenden Nachfrage nach Netzwerkleistung sind Abdeckung und Kapazität für Netzwerkbetreiber so wichtig wie nie zuvor, um eine hohe Kundenzufriedenheit und -bindung zu erzielen. Eine Möglichkeit, eine hohe Abdeckung zu erreichen, besteht in der Anpassung des Downtilt einer Antenne. Früher bedeutete dies, dass ein Techniker an der Antenne anwesend sein und der Standort für mehrere Stunden abgeschaltet werden musste, was Ausfallzeiten und einen Einnahmeverlust für den Netzwerkbetreiber sowie unzufriedene Kunden zur Folge hatte.

In Mobilfunknetzen kann der elektrische Downtilt der Antennen jetzt ferngesteuert werden. Bei diesen RET-Systemen (Remote Electrical Tilt) sind spezielle Kabel erforderlich, um die Master Control Unit (MCU) mit der Remote Control Unit (RCU) zu verbinden, die sich direkt an der Antenne befindet oder,  in einigen Fällen, eine interne Komponente der Antenne ist. Durch den Einsatz dieser Systeme kann ein Netzwerkbetreiber die Neigung anpassen, ohne das System abschalten zu müssen. Spezialistenteams sind hierfür ebenfalls nicht erfoderlich. In Verbindung mit der mechanischen Neigung ist es möglich, für jede Funkzelle exakt das gewünschte Antennenraster einzustellen.

Durch die Analyse von Rasterdiagrammen lassen sich zwei Aussagen treffen:

  • Mit dem mechanischen Tilt wird die Abdeckung in der zentralen Richtung zwar reduziert  (im Vergleich zum elektrischen Tilt), die Abdeckung in den seitlichen Richtungen aber erhöht.
  • Mit dem elektrischen Tilt kommt es zu einer gleichmäßigen Verringerung der Abdeckung in der Richtung des Antennen-Azimuts, jedoch zu einer Erhöhung in der zentralen Richtung.

Die Vorteile des jeweiligen Tilt-Typs sind somit stark von der Anwendung abhängig.

Das Standardprogramm von Telegärtner

Die Telegärtner-RET-Kabel werden in einer Vielzahl von Längen von 0,5 m bis 100 m angeboten, wobei mit den kürzeren Längen mehrere RET-Module auf der Spitze des Turms oder auf dem Gebäude „verkettet“ werden können. Indem die Module miteinander verbunden werden, wird die Anzahl der Kabel verringert, die von der MCU zur Antenne verlegt werden müssen.

Die Kabel entsprechen alle der Norm AISG 2.0 und 1.1 und werden ausschließlich aus hochwertigen europäischen Komponenten gefertigt. Das Kabel selbst ist halogenfrei und schwer entflammbar. Die Steckverbinder erfüllen die Norm IEC 60130-9. Sie verfügen über komplett verlötete Kontakte und entsprechen der Schutzklasse IP67 bei aufgestecktem Gegenstück.

Varianten zum Standard

Aufgrund verschiedener Anforderungen bietet Telegärtner zusätzlich zwei Ausführungen von RET-Kabeln mit wasserdichten D-Sub Anschlüssen an.:

Variante 1 verfügt über die herkömmliche 8-polige Buchse gemäß IEC 60130-9 an einem Ende sowie einem wasserdichten 9-poligen D-Sub-Steckverbinder mit einem rechteckig geformten O-Ring am anderen Ende an, durch den eine IP67-Dichtung erzielt werden kann.

Variante 2 ähnelt der ersten, wobei jedoch anstelle des O-Rings eine Schürze vorhanden ist, um die IP67-Dichtung für ein erhabenes Gegenstück zu erzielen. Auch diese beiden Varianten sind in einer Vielzahl von Längen von 0,5 m bis 100 m erhältlich.

Des Weiteren gibt es diverse kundenspezifische Varianten aller oben aufgeführten Standard-Kabel: mit verschiedenen Steckerbelegungen, Stecker auf Stecker, Buchse auf Buchse und gewindelos.